FC Marl AH 2 scheidet nach Neunmeterschießen aus.

SuS Hervest Dorsten – FC Marl 2   5:4 n.N. (2:2)

(Bericht von Bernie Wendler)

Da war mal wieder mehr drin. So die lapidare Analyse des Kreispokalspiels der  ü 40  in Dorsten. Aber wenn man seine Chancen nicht reinmacht, dann ist das nun mal so.

Die Dorstener empfingen die Gäste auf roter Asche, da die Stadt den Rasen, warum auch immer gesperrt hatte.

Trotzdem konnte der FC ein gefälliges Spiel aufziehen und sich einen großen Ballbesitz erarbeiten.

Aber auch wenn die Jungs von der Hagenstraße nach 25 Minuten das verdiente 0:1 erzielten, deutete sich in der Zeit vorher schon an, was heute den Ausschlag für die Niederlage geben wird.

Drei Hochkaräter allein in der ersten Viertelstunde. Warum Stefan Ehm aber vor dem Tor nicht den mitgelaufenen Müller, Sefa Cerik nicht den ebenfalls mitgelaufenen Kokoschka anspielte, wird ihr Geheimnis bleiben. Dazu eine Direktabnahme von Wendler nach Ecke, Cerik. Es hätte deulich höher stehen können.

Aber auch das Tor wäre fast aus dem gleichen Grund nicht gefallen. Ein Preßschlag an der Mittellinie und Kokoschka fiel der Ball wieder vor die Füße. Er lief allein auf das Tor zu, aber wählte ebenfalls die eigensinnge Variante und schloß ab. Den Abpraller bekam er allerdings wieder vorgelegt und erst jetzt machte er es richtig. Er bediente, den auch vorher schon mitgeeilten Sefa Cerik, der keine Mühe hatte, zur Führung einzuschieben. Hervest fand in Hälfte eins so gut wie gar nicht statt. Zwei, drei Schüße aus der Distanz, das wars. Halbzeitstand: 0:1

Das Spiel wäre jetzt eigentlich auf Marl zugeschnitten, hinten gut stehen und vorne kontern mit dem pfeilschnellen Cerik. Teilweise kam es auch so. Das ein oder andere mal zog er auf seine unnachahmlichen Art, auf und davon. Aber entweder wurde er zu weit nach links abgedrängt, so das er nicht mehr kontrolliert abschließen konnte, oder aber wurde im letzten Moment entscheidend geblockt. Und so kam es, wie es kommen mußte. Einer der, bis dato, wenigen Angriffe der Heimmanschaft und es stand 1:1. Eine Flanke von der linken Seite und ein Stürmer der Dorstener nickte zumAusgleich ein.

Der FC gab allerdings die richtige Antwort. Fast postwendend pflasterte Udo Gotink den Ball, mit links humorlos ins linke, untere Eck. Respekt.

Nun machten die Hausherren auf und wurden stärker. Mit technisch gut gespickten Leuten konnten sie nun fast jeden Ball behaupten und drängten auf den Ausgleich. Trotzdem hätte Marl eigentlich Herr der Lage bleiben müssen. Zudem kamen weiterhin noch hervorragende Chancen hinzu. Nur das Malheur der ersten Halbzeit setzte sich im zweiten Durchgang fort. Beste Chancen wurden nicht genutzt. Fünf Minuten vor dem Ende bekam der FC dann die Quittung. Ein Freistoß aus gut 20 Metern wurde auf das Tor gezogen. Der Ball rutschte Martin Seiler knapp über die Rübe, so das er Hasan Onat, dahinter stehend, entscheidend irritierte und der Ball den Weg ins Tor fand. 2:2. Das war gleichzeitig der Endstand.

Nun mußte das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Dieses begann denkbar schlecht für die Gäste. Severin Kokoschka, als erster Schütze angetreten, scheiterte direkt am Torwart, an diesem Tage überragenden Akteur der Dorstener. Hervest verwandelte, Berni Wendler konnte ausgleichen, aber auch der zweite Dorstener traf. Nun konnte Sefa Cerik nochmal egalisieren, doch mit dem dritten Schützen der Hervester war das Spiel entschieden und der FC Marl raus. Glückwunsch an Hervest Dorsten und viel Erfolg für die nächste Runde.

FC Marl:

Onat, Weber, Wendler, Gotink, Müller, Winnicki, Börner, Seiler, Kokoschka, Cerik, Ehm

Tore:

0:1 Cerik

1:2 Gotink

3:3 Wendler (Neunmeterschießen)

4:4 Cerik (Neunmeterschießen)

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